Similde

Similde war die Tochter des “Königs an der Etsch”. Als dieser seine schöne Tochter vermählen wollte, wurden alle Adeligen der Umgebung zu einer Maifahrt eingeladen, nur der Zwergenkönig Laurin nicht.
 
 
 
 
Dieser beschloss daraufhin, mit Hilfe seiner Tarnkappe, als unsichtbarer Gast teilzunehmen. Als er Similde sah, verliebte er sich sofort in sie, setzte sie auf sein Pferd und sprang mit ihr davon.
Ritter des Königs an der Etsch zogen los um Similde zu befreien. König Laurin sprang, unsichtbar wie er nun zu sein glaubte, im Rosengarten hin und her. Die Ritter aber erkannten an den Bewegungen der Rosen, wo der Zwergenkönig sich verbarg, und nahmen ihn in Gefangenschaft. Laurin aber drehte sich um und belegte den Rosengarten, der ihn verraten hatte, mit einem Fluch: Weder bei Tag noch bei Nacht sollte ihn jemals mehr ein Menschenauge sehen. Laurin hat aber die Dämmerung vergessen und so kommt es, dass der Rosengarten beim Sonnenauf- und -untergang blüht.
 
 
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